News Bernerland Bank

Kontakt

Standorte

> Nöis us üsere Bank > Newsmeldung

Geld anlegen: So funktioniert's

11.05.2018 - Bankwissen einfach erklärt

Vor einigen Wochen habe ich einen Blogbeitrag zum ausbleibenden Zinseszinseffekt geschrieben. Bestimmt haben Sie sich da gefragt: Wenn mein Sparkonto nichts abwirft, wie soll sich dann Geld-Sparen sonst lohnen? Die Antwort ist einfach: Indem Sie Geld anlegen.

Tagtäglich entnehmen wir den Medien die Schwankungen an den Börsen. Als Bankangestellter tue ich das ganz bewusst. Wenn Sie im Alltag wenig mit dem Finanzsektor zu tun haben, nehmen Sie die Börsenberichte wohl mal mehr, mal weniger wahr. Jedenfalls bis Sie sich entschieden haben, Ihr Geld in Wertschriften anzulegen und damit wohl auch sensibler zur Entwicklung an den Kapitalmärkten werden.

Aber warum sollen Sie eigentlich Geld anlegen? Wie lange und wie viel? Welches Risiko bringt das Anlegen mit sich?

Mehr Rendite als auf dem Sparkonto

Das Warum ist einfach: Weil gerade die aktuelle Zinslage auf dem Sparkonto wenig bis gar nichts hergibt. So kommen Sie mit Ihrem Konto eben nicht in den Genuss des Zinseszinseffekts, wie er bis vor rund zehn Jahren noch gewirkt hat. Mit einer sorgfältig erarbeiteten Anlagestrategie haben Sie hingegen gute Chancen, mehr als nur Zins aus ihrem Sparguthaben herauszuholen.

Planen Sie zum Beispiel konkret, in ein paar Jahren Wohneigentum zu erwerben? Oder möchten Sie mehr für Ihren Ruhestand erzielen? Dann sollten Sie darüber nachdenken, einen Teil Ihres Vermögens anzulegen.

Wie lange können Sie auf das angelegte Geld verzichten?

Der Grund für Ihre Anlage hat Einfluss auf den Anlagehorizont. Wenn Sie beispielsweise für die Vorsorge sparen, ist der Anlagehorizont länger. Damit sind auch die Möglichkeiten grösser. Denn Aktien sind beispielsweise erst ab einem Anlagehorizont von gut zehn Jahren sinnvoll, da sie grösseren Schwankungen ausgesetzt sind.

Ist es hingegen Ihr Ziel, in drei Jahren ein neues Auto zu kaufen, kommt möglicherweise eine Obligation mit einer festen Laufzeit in Frage.

Es lohnt sich, bereits kleine Beträge anzulegen

Wieviel Sie in Wertschriften investieren möchten, ist nicht schwierig herauszufinden. Es ist allerdings sehr individuell. Es ergibt sich aus dem Überschuss Ihrer laufenden Einnahmen und Ausgaben. Anders ausgedrückt: Alles, was übrig bleibt, nachdem Sie Ihre laufenden Kosten gedeckt und allenfalls eher kurzfristige Absichten oder Wünsche wie eine Weiterbildung, Familienplanung oder grössere Ferien berücksichtigt haben.

Ob der jährliche freie Betrag CHF 1‘000, CHF 10‘000 oder CHF 20‘000 beträgt, spielt keine Rolle. Sie können sogar bereits ab CHF 100 pro Monat in Anlagefonds investieren. Das ist insbesondere für jüngere Kunden interessant. Oder generell für Kunden mit geringeren finanziellen Möglichkeiten, die trotzdem mehr aus der aktuellen Zinslage herausholen möchten.

So viel Risiko, wie Sie aufnehmen wollen und können

Zuletzt kommt noch der Risikofaktor ins Spiel. Er ist ebenfalls sehr persönlich. Er setzt sich aus drei Elementen zusammen:

  • Anlagehorizont: Wie lange wollen Sie auf das angelegte Geld verzichten?
  • Risikofähigkeit: Wie viel des freien Betrags können und wollen Sie aufgrund Ihrer finanziellen Lage anlegen?
  • Risikobereitschaft: Wie viel Risiko sind Sie aufgrund Ihrer Lebenssituation und Ihrer Einstellung zum Risiko bereit einzugehen?

Daraus ergibt sich Ihre Anlagestrategie, die wir als Ihr persönliches Anlageprofil festhalten. Es definiert, in welche Risikoklassen und damit in welche Art von Anlagen Ihr frei verfügbarer Betrag angelegt werden soll. Wir unterscheiden hier einerseits zwischen Nominalwerten, die tieferen Schwankungen ausgesetzt sind, sowie Realwertanlagen andererseits. Realwertanlagen erfolgen beispielsweise in produktive Firmen, in Immobilien oder auch in Gold.

Gute Renditechancen, Dividenden und ein intakter Zinseszinseffekt

Bleibt noch die Frage: Was haben Sie vom Geld-Anlegen? Eine Garantie, dass Sie mehr als auf Ihrem Sparkonto herausholen, kann Ihnen niemand geben. Aber: Die Chancen dazu sind gross.

Ausserdem ist Geld auf dem Konto in Zeiten von steigender Inflation vom Wertabfall bedroht. Investieren Sie nun einen Teil Ihres Vermögens gemäss Ihrer Anlagestrategie, können Sie das Risiko verteilen und die Chancen erhöhen.

Ein weiteres Plus ist … genau, der Zinseszinseffekt. Und zwar auch für die Dividenden, die Sie aufgrund Ihrer Aktienanlagen erhalten. Denn wenn Sie diese jeweils wieder reinvestieren, machen Sie im Endeffekt mehr Gewinn.

Es gibt ihn also doch noch, den Zinseszinseffekt.

 

Peter Ritter



Geld anlegen: So funktioniert's

Beitrag teilen


Kommentare

Kommentar hinzufügen
Sicherheitscode